Liedermaching Festival Erfurt 2011 – Kurzberícht

Alljährlich am zweiten Januarwochenende findet das Erfurter Liedermacherfestival statt und erfreut sich stetiger Beliebtheit.
So war auch dieses Jahr die Hütte voll und die Stimmung super.
Freitags ist der Newcomerabend für ausgewählte Nachwuchstalente, Samstag der Hauptabend mit (in der Liedermacherszene) bekannten Acts und Sonntagabend die offene Bühne.

Initiiert wird dieses Festival von dem Musiker und Comedian Vicki Vomit, der in Erfurt bekannt ist wie ein bunter Hund und bei einem Gildo Horn Ähnlichkeitswettbewerb vielleicht sogar Chancen hätte 😉
Leider spielter er nicht selber, aber er sorgte für einen reibungslosen Ablauf und stand auch selbst hinter dem Mischpult.

Als Moderator des Abends wurde Rüdiger Bierhorst auserkoren (für Unwissende: er ist einer der „Monsters of Liedermaching“), was sich als eine sehr gute Wahl herausstellte. Rüdi kündigte die auftretenden Künstler originell an und griff zu meiner Freude auch noch selbst zur Gitarre, um den ein oder anderen Song zum besten zu geben.

Den Abend eröffnete Bruno Kolterer, der bereits zum Inventar des Festivals gehört und auch schon mal Moderator war. Der wohl bestangezogenste Mann des Abends brillierte mit viel Humor, eingängigen Melodien und einer kabarett-artigen Performance.
Als Zugabe spielte er dann „Du siehst heut scheisse aus“, einer meiner persönlichen Lieblingssongs des Abends.

Kriss Cologne ist nicht nur der Ex-Show-Azubi des Liedermacher-Urgesteins Götz Widmann, sondern macht selbst auch noch feine Musik. Sein Stil kann man als Hip-Hop-Liedermaching bezeichnen, die Texte handeln meist um Beziehungskisten. Mit seinem außergewöhnlichem Stil und seiner sympathischen Art sorgte er für gute Unterhaltung.

Als nächstes kam das Duo Simon und Jan an die Reihe, die IMHO den besten Sound an diesem Abend hatten. Die beiden lieferten einen perfekten zweistimmigen Gesang und es blitzten sogar virtuose Gitarren-Momente auf. Der trockene norddeutsche Humor sorgte zudem für die Reizung meiner Lachmuskeln. Da ich das Duo noch nicht kannte, für mich ein unerwartetes Highlight.

Auch Frauenpower durfte auf dem Festival nicht fehlen, und das war gut so. Janina ist quasi die Pink des Liedermachings (ich weiß nicht, ob sie diesen Vergleich mag) und überzeugte nicht nur mit Ihrer Optik, sondern auch mit Ihrer Hammerstimme und authentischen Texten. Spätestens an ihr merkte man, daß es im Backstagebereich lustig zugegangen sein muss, und auch Moderator Rüdi wirkte mehr und mehr ausgelassener.

Als krönender Abschluss kam dann der Flotte Totte, für alle Unwissenden: auch er ist ein Mitglied der „Monsters of Liedermaching“. Er schaffte es, auch noch nach den durchweg starken Acts und zu fortgeschrittener Stunde (inzwischen war es ca. 1 Uhr nachts) das Publikum noch mitzureißen und zum Mitmachen zu animieren. Immer wieder ein Erlebnis. Hier ein paar Songs, die er gespielt hat, und die sprechen für sich:
Sabine & Horst (Teil 1+2), Zwerge, Türen, Walgesänge,…

Insgesamt gäbe es noch viel über den Abend zu schreiben, aber dies würde den Rahmen des Blogeintrags sprengen.

Am nächsten Tag war dann die offene Bühne, auf der neben dem Liedermacherduo „Kalter Kaffee“, Brono Kolterer auch meine Wenigkeit ein paar Songs spielen durfte (siehe z.B. hier)

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